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Wenn Frankfurt zu Paris wird

Ganz Frankfurt? Keineswegs. Es geht um den Stadtteil Heddernheim. Und genau hier wohnt ein ebenso lebenslustiges Völkchen wie in der französischen Hauptstadt. Da Heddernheim nicht annähernd so groß ist wie Paris, wird es konsequenterweise als „Klaa Paris“ bezeichnet. Und das bereits seit dem 19. Jahrhundert. Unter der Besatzung Preußens zog es die Frankfurter zum Feiern in das ehemalige Mainzer Viertel. Mit der Parole „Wenn ihr mal richtig feiern wollt, dann geht nach Heddernheim. Hier ist die Luft freier, die Leute leichtherziger, fröhlicher, hier ist es wie in Paris“, war Klaa Paris geboren.

Die dort entstandene Klaa Pariser Fastnacht hatten zwei Handwerksburschen zu verantworten. Die Einweihung eines neuen öffentlichen Brunnens, der Gemaa-Bumb (Gemeinde-Pumpe), am Fastnachtsdienstag feierte die Gemeinde mit dem ersten Fastnachtszug. Diesen Brauch hatten die beiden ein Jahr zuvor in Mainz erlebt und brachten ihn in ihr Heimatdorf mit. Noch heute ist die Gemaa-Bumb das Symbol der Heddernheimer Fastnacht und der Umzug in Klaa Paris ist das absolute Highlight der Fastnacht in Frankfurt.

In der Mainmetropole findet der größte Fastnachtzug Hessens statt. Frankfurt wäre nicht Frankfurt, wenn aus dem Karren nur Süßigkeiten geworfen würden. Wer Glück hat, ergattert auch Grüne Soße und eingeschweißte Rippchen. Hier wie auch andernorts zählt der Verzehr von Kreppel zur Tradition an Fastnacht. Das unterscheidet uns wiederum vom Paris, denn dort gibt es Crepes zum Mardi-Gras (dem fetten Dienstag). Es darf spekuliert werden, ob sich die Bezeichnung nicht doch zufällig sehr ähnelt.

Hier ein paar Tipps für die närrische Zeit: Fastnacht feiern in Frankfurt – Frankfurt-Tipp

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